Bildgestaltung bei Instagram

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So einen Sonnenuntergang habe ich noch nie gesehen! Die Aussicht war bei mir damals nicht so schön! Wo gibt es solch‘ kristallblaues Wasser?
Das sind Gedanken, die uns durch den Kopf schießen, wenn wir die wunderschönen Bilder auf Instagram sehen. Mittlerweile wird natürlich immer mehr Personen bewusst, dass die meisten Bilder nachbearbeitet sind. Doch womit? Besitzt heutzutage jeder ein teures Bildbearbeitungsprogramm, nur um seinen Freunden möglichst schöne Fotos zu präsentieren? Die Antwort lautet „Nein„. Allein Instagram bietet genug Möglichkeiten, das eigene Bild farbenfröhlicher und beeindruckender wirken zu lassen.
In diesem Beitrag werde ich Dir zeigen, was Du aus deinen Schnappschüssen rausholen kannst.

Wärmer gestalten

Oftmals beinhalten Aufnahmen viele Blau- und Grautöne, die schnell kalt wirken können und somit das gesamte Bild trist erscheinen lassen. Gerade bei Fotografien aus dem letzten Sommerurlaub sollte allerdings ein Eindruck der Entspannung und Erholung entstehen. Somit reicht es oftmals schon aus, das eigene Bild ein wenig wärmer zu gestalten. Diese Bearbeitungsmöglichkeit bietet auch Instagram und ist besonders empfehlenswert für die Aufnahmen von Sonnenuntergängen.

Sonnenuntergang Strand
oben: Original, unten: bearbeitete Version
Whtie Temple in Thailand
oben: Original, unten: bearbeitete Version

Die 3 S

Für manche Bilder sollte auf die Verstärkung der Wärme verzichtet werden, um die Farben nicht unnatürlich wirken zu lassen. Manche Bearbeitungen können jedoch an jedem Bild vorgenommen werden. Ich bezeichne sie als die „3 S“: Sättigung, Schärfe & Struktur.

Sättigung

Das Gras soll grüner und der Himmel blauer wirken? Dann solltest Du an der Sättigung arbeiten und diese regulieren. Sofort wirst du erkennen, dass die Farben Deiner Aufnahmen kräftiger wirken. Achtung: Diese Bearbeitung bietet sich meistens nur für Landschafts- und Gebäudeaufnahmen an. Sobald sich Personen auf Deinem Bild befinden, darf dieser Effekt nicht zu sehr verstärkt werden. Häufig wirken die Hauttöne der Menschen sonst unnatürlich.

Ausblick Burj Khalifa
oben: Original, unten: bearbeitete Version
Longtailboote Thailand
oben: Original, unten: bearbeitete Version

Schärfe

Falls dir die Farbintensität bereits ausreicht, das Bild allerdings leicht verschwommen wirkt, kann eine Regulierung der Schärfe helfen. Hierbei spielt die Qualität deines Fotos nicht immer eine Rolle. Denn selbst Bilder von guten Kameras können manchmal noch Verbesserungen in diesem Aspekt vertragen. Dies merkst Du oftmals erst, wenn Du diesen Bearbeitungseffekt ausprobierst und mit der Stärke der Bildschärfe etwas herumspielst.

Elefantenköpfe
oben: Original, unten: bearbeitete Version

Wie Du siehst sind durch eine Veränderung der Schärfe, die Hautfalten der Elefanten noch deutlicher zu erkennen. Somit erscheint deine Aufnahme qualitativ hochwertiger.
Achtung: Bei einer zu starken Nachbearbeitung der Schärfe, können Farben und Strukturen verloren gehen, so dass das Bild an manchen Stellen einen zu hohen Grauanteil besitzt.

Struktur

Ähnlich wie die Schärfe, lässt auch eine Regulierung der Struktur, das Foto nicht mehr verschwommen wirken. Der Unterschied besteht darin, dass eine Strukturveränderung nicht die Farbintensität beeinflusst. Die Ränder einzelner Objekte und Personen werden betont und intensiver gestaltet. Hierbei kann es jedoch schnell passieren, dass bei zu hoher Einstellung, Deine Aufnahme unnatürlich wirkt.

Skyline in Dubai
oben: Original, unten: bearbeitete Version
Tiger Temple Thailand
oben: Original, unten: bearbeitete Version

Am besten ist es, eine gute Kombination zwischen allen drei Bearbeitungseffekten zu finden. Diese Zusammensetzung muss individuell ausprobiert und festgelegt werden. Allerdings bietet Instagram eine gute Möglichkeit, um verschiedene Veränderungen aufeinander abzustimmen.

Vignettierung

Eine weitere Möglichkeit der Verbesserung eines Fotos ist die Vignettierung. Dies ermöglicht, den Mittelpunkt Deiner Aufnahme besser in Szene zu setzen. Hierbei bildet sich – je nach Regulierung – ein schwarzer Rand, der den Blickfang auf die Mitte des Bildes lenken soll. Doch damit dieser Effekt nicht zu sehr auffällt, sollte auch hier auf die Intensität der Nutzung geachtet werden. Außerdem wird mit der Vignettierung nicht immer eine Verbesserung erzielt.

Blume, Thailand
oben: Original, unten: bearbeitete Version

#nofilter

Neben den „schlichten“ Bearbeitungseffekten bietet Instagram auch einige Filter. Diese solltest Du allerdings mit Bedacht nutzen. Ich persönlich verwende für meine Aufnahmen nur sehr selten einen Filter, da diese meine Bilder häufig unnatürlich wirken lassen. Falls ich doch einmal auf dieses Angebot zurückgreife, vermindere ich durch den Schieberegler die Intensität des Filters.
Meine Lieblingsfilter sind dabei: Juno, Slumber, Crema, Ludwig, Mayfair, Hudson oder Lo-Fi. Diese lassen meine Bilder, bei richtiger Anwendung, noch relativ natürlich wirken und intensivieren meist nur die Wärme eines Fotos.

Weniger ist mehr

Oft genügen allerdings schon kleine Veränderungen, um ein Bild zu verschönern. Somit solltest Du Dich einfach mal durch die zahlreichen Bearbeitungseffekte durcharbeiten und verschiedene Einstellungen ausprobieren. Mit der Zeit erfährst Du dann, welche Veränderungen zu welchen Motiven passen und welche eher unnatürlich wirken.
Neuerdings können bei Instagram auch Entwürfe gespeichert werden, so dass Du auch mehrere Versionen Deiner Aufnahme vergleichen kannst, nachdem Du sie verschieden bearbeitet hast. Probieren geht bekanntlich über studieren. Also teste einfach ein paar Effekte und Filter, um Dein Bild perfekt zu gestalten. Nutze auch die Regulierungen des Kontrasts, der Helligkeit und der Schatten. Du wirst sehen, dass bereits kleine Veränderungen eine Menge bewirken können.

Viewpoint auf Ko Tao
oben: Original, unten: bearbeitete Version
Trekking Thailand, Natur
oben: Original, unten: bearbeitete Version

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